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Therapie von Magen- und Darmproblemen

Der Magen- Darm- Trakt enthält ein paar Hundert verschiedene Arten von Mikroorganismen, die in ihrer Gesamtheit ca. 100 Billionen Einzelorganismen ergeben. Zusammen machen sie beim Erwachsenen ca. 2 kg seines Körpergewichtes aus. 
 
Hier eine Auswahl an Bakterien, die bei einer Stuhlprobenanalyse zur Rate gezogen werden, um Rückschlüsse auf das Gleichgewicht der Darmflora zu ziehen:

Sauerstoffverbrauchende Bakterien : Normalwert:
Escherichia coli 100%, R-Form 106;–107;
E. coli Biovare < 104;
Proteus sp.     < 104
Klebsiella oxytoca  < 104
Pseudomonas sp.   < 104
Enterobacter sp.  < 104 
Citrobacter freundii  < 104
Enterobacter sp.  106-107

Ohne Sauerstoff auskomm. Bakterien:   Normalwert:
Bifidobakterium sp.  09- 1011
Bacteriodes sp. 109- 1011
Lactobac. aci-Gr. 105-107
Clostridium sp.  < 105
Pilznachweis  
A: Hefepilzdiagnostik < 103
B: Schimmelpilzdiagnostik nicht nachweisbar
pH- Wert: 5,8- 6,


Bedeutung einer gesunden Darmflora für unser Wohlbefinden

Bei einer günstigen Keimansiedlung, d.h. einem guten Verhältnis an pathogen zu nicht- pathogenen Keimen, bilden letztere einen zusammenhängenden Biofilm, der ein Schutzschild gegenüber pathogenen, also potentiell krankmachenden Mikroorganismen darstellt. Diese werden schon vor Eintritt in die Darmwand verdrängt.

Zudem befindet sich die Darmflora in ständigem Kontakt mit unserem Immunsystem, wobei Zellen der Immunabwehr geschult werden. Sage und schreibe 70 % der immunkompetenten Zellen befinden sich im Darmsystem!

Des Weiteren produzieren die Darmbakterien Substanzen, welche der Energieversorgung der Darmschleimhautzellen dienen. Bei unzureichender Versorgung mit diesen Stoffen verändern die Schleimhautzellen ihre Struktur, Entzündungen sind oft die Folge. Zusammenfassend lässt sich sagen: das Immunsystem kann nur mittels einer gesunden Darmflora optimal funktionieren. Dies zeigt sich an einer gesunden Haut, gut funktionierender Verdauung und einer guten Immunabwehr!

Da wir uns aufgrund Zeitmangels oft unausgewogen ernähren, zu wenig Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und nicht ausreichende Mengen an milchsauer-vergorenen Lebensmitteln (z.B. Joghurt, Kefir) und milchsauer-vergorenem Gemüse (z.B. Sauerkraut) zu uns nehmen, kommt es häufig zu einer Verschiebung der Zusammensetzung unserer Darmflora.

Die Folge kann sein, dass sich pathogene Keime, also Bakterien und Pilze, überproportional vermehren.
Die zunehmende Häufigkeit von Darmpilzerkrankungen ist neben oben genannter Mangelernährung auch die Folge von übermäßigem Verzehr an kurzkettigen Kohlenhydraten, wie sie in Süßigkeiten und Kuchen etc. enthalten sind. Auch viele Antibiotika können die Darmflora in diese Richtung verschieben. Pathogene Hefen, allen voran der Sprosspilz Candida albican, sind die häufigsten Erreger von Schleimhautmykosen.

40 % der Bevölkerung weisen Hefen im Verdauungstrakt auf- dies allein ist noch kein pathologischer Befund. Vermehren sich die Erreger jedoch übermäßig, können sie folgende Befindlichkeitsstörungen und Krankheitssymptome hervorrufen:
  • Durchfall und/oder Verstopfung
  • Druckgefühl im Unterleib
  • Blähungen ( mit der evtl. Folge eines Zwerchfellhochstandes)
  • Sodbrennen, Übersäuerung
  • Migräne
  • Neurodermitis
  • Ekzeme
  • Muskelschmerzen, rheumaartige Schmerzen
  • Darmentzündungen
  • Libidoverlust
  • Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Asthma, Bronchitis
  • Heuschnupfen
  • Hypertonie
  • Blasenentzündung
  • Unterleibsentzündung
  • Abwehrschwäche
  • Mineralmangel
Einsatz von Probiotika zur Gesunderhaltung unseres Organismus

Probiotika dienen der Gesunderhaltung unseres Organismus. Sie können sowohl zur Unterstützung unseres Immunsystems prophylaktisch eingenommen werden, als auch bei bereits aufgetretenen Schäden der Darmflora das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen. Im Falle einer Candida-Überbesiedlung ist evtl. eine Darmsanierung vor der Probiotikaanwendung angezeigt (siehe Infoblatt Darmsanierung).

Bei folgenden, unten aufgeführten Beschwerden, führt eine Probiotika- Einnahme zu einer Besserung der Symptomatik bzw. je nach Diagnose auch zu einer vollständigen Beseitigung der Beschwerden:
  • Hauterkrankungen wie z.B. Akne, Neurodermitis
  • Infektanfälligkeit
  • Allergien
  • Durchfall und Verstopfung
  • Reizdarm (Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn)
  • Erkrankungen des Darmes infolge Chemo- oder Strahlentherapie
  • Zur Prophylaxe von Antibiotika-bedingtem Durchfall bzw. zum 
  • Wiederaufbau der Darmflora nach Antibiotika-Einnahm

Ein gesunder Lebensstil verstärkt den Effekt der Probiotika-Anwendung. Hier ein paar Beispiele :
  • Eine ausgewogene, ballast-, vitamin- , und mineralstoffreiche Ernährung stärkt die Immunabwehr des gesamten Körpers.
  • Die Verdauung beginnt beim Kauen; daher entlasten gründlich gekaute und mit Speichel vermischte Nahrungsmittel Magen, Darm und deren Schleimhäute
  • Sauermilchprodukte und milchsauer- vergorenes Gemüse enthalten viel rechtsdrehende Milchsäure, die eine positive Wirkung auf die Darmschleimhaut hat; reichlicher Verzehr ist sehr empfehlenswert!
  • Bewegung regt Kreislauf und Durchblutung an.
  • Gut durchblutete Schleimhäute sind die Basis für eine leistungsfähige Immunabwehr!
  • Möglichst wenig Zucker, Süßigkeiten und Weißmehl zu sich nehmen, Nikotin meiden, maßvoller Alkoholgenuss
Aus pharmazeutischer Sicht werden folgende Anforderungen an probiotische Kulturen gestellt:
  • sie sollten die Fähigkeit besitzen, sich im Darm zu vermehren
  • sie sollten als Lebendkulturen angewendet werden
  • sie sollten resistent gegenüber Magensäure und Galle sein
  • sie sollten aus humanem Ursprung stammen
  • sie sollten einen nachgewiesenen Effekt in klinischen Studien aufweisen